Sensorik-Spielzeug & Sensorikmaterial für Kinder: Was lohnt sich wirklich?

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Für sensorisches Spielen braucht es eigentlich erstaunlich wenig.

Eine Schüssel mit Wasser, ein paar Becher, Knete oder andere Dinge, die ohnehin im Haushalt vorhanden sind, können Kinder lange beschäftigen. Genau deshalb möchte ich hier auch nicht den Eindruck vermitteln, dass man erst eine komplette Ausstattung kaufen muss, damit ein Kind sensorisch spielen kann.

In meinem großen Guide „Sensorisches Spielen mit Kindern“ habe ich bereits viele einfache Spielideen gesammelt, die sich mit wenig Material zuhause umsetzen lassen.

➡️ hier findest du den Artikel: Sensorisches Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele für Zuhause

Trotzdem gibt es Sensorik-Spielzeug und besondere Materialien, die ich richtig interessant finde. Manche fühlen sich ungewöhnlich an, andere ermöglichen neue Experimente mit Wasser, Licht oder Farbe. Wieder andere machen eine Sensorik-Wanne einfach praktischer.

Deshalb geht es hier nicht um eine möglichst lange Liste von „pädagogisch wertvollem Spielzeug“, sondern um die Frage:

Welches Sensorikmaterial kann eine sinnvolle Ergänzung sein – und was braucht man eigentlich gar nicht?

Ich habe dafür unterschiedliche Materialien und Spielzeuge zusammengestellt, von einfachen Sensorikbällen über Kinetic Sand und Playfoam Pluffle bis hin zu Pipetten, Sensorikwannen und Materialien für Bewegung und Körperwahrnehmung.


Was ist eigentlich Sensorik-Spielzeug?

Unter Sensorik-Spielzeug werden sehr unterschiedliche Spielmaterialien zusammengefasst. Gemeinsam ist ihnen, dass Kinder damit Sinneseindrücke erleben können.

Das kann beispielsweise bedeuten:

  • unterschiedliche Oberflächen fühlen,
  • Materialien drücken, kneten oder formen,
  • Wasser schütten und tropfen lassen,
  • Farben und Licht beobachten,
  • Geräusche wahrnehmen,
  • Gleichgewicht und Bewegung ausprobieren.

Dabei muss ein gutes Sensorik-Spielzeug meiner Meinung nach gar nicht möglichst viele Funktionen besitzen.

Oft ist sogar das Gegenteil interessanter.

Ein Material, das nicht vorgibt, was ein Kind damit tun soll, lässt mehr Raum zum Ausprobieren.

Genau deshalb mag ich offenes Spielmaterial besonders gern.


Woran erkenne ich gutes Sensorikmaterial?

Der Begriff „Sensorik“ steht mittlerweile auf ziemlich vielen Produkten. Das allein macht ein Spielzeug aber noch nicht automatisch sinnvoll.

Für meine Auswahl waren deshalb einige andere Punkte wichtiger.

Es lädt zum eigenen Entdecken ein

Drücken. Schütten. Stapeln. Sortieren. Rollen. Beobachten.

Ich mag Materialien, bei denen Kinder selbst herausfinden können, was damit passiert, statt immer nur dieselbe vorgegebene Funktion auszulösen.

Es lässt sich unterschiedlich verwenden

Eine Pipette kann heute beim Wasserspiel eingesetzt werden und morgen beim Mischen von Farben.

Eine Schaufel funktioniert mit Sand genauso wie mit Wasser oder anderen geeigneten Materialien.

Und genau dadurch bleiben solche Dinge häufig länger interessant.

Es bietet eine besondere Erfahrung

Bei gekauftem Sensorikmaterial finde ich vor allem die Dinge spannend, die sich nicht ohne Weiteres durch einen Gegenstand aus der Küchenschublade ersetzen lassen.

Ein normaler Löffel? Den muss ich nicht als „Sensorik-Zubehör“ kaufen.

Playfoam Pluffle, besondere Tastoberflächen oder transparente Bausteine? Das ist schon etwas anderes.

Es passt zum Kind

Und das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.

Altersempfehlungen des Herstellers, Größe der Teile und die individuelle Entwicklung des Kindes müssen immer berücksichtigt werden.

Gerade bei jüngeren Kindern gilt außerdem: Wenn Dinge noch häufig im Mund landen, sind kleine Materialien und verschluckbare Teile keine geeignete Wahl.


Meine Auswahl: besonderes Sensorik-Spielzeug & Sensorikmaterial

Ich habe bewusst ganz unterschiedliche Produkte ausgewählt. Nicht alles davon braucht man – und ich würde definitiv nicht empfehlen, die komplette Liste zu kaufen.

Sie soll dir vielmehr zeigen, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es beim sensorischen Spielen gibt.


1. Sensorikbälle – unterschiedliche Oberflächen entdecken

Für jüngere Kinder finde ich Sensorikbälle als Einstieg besonders interessant.

Die FANCY Baby Sensorik Balls aus meiner Auswahl besitzen unterschiedliche Formen und Oberflächen. Dadurch können Kinder sie greifen, halten, rollen und die verschiedenen Strukturen ertasten.

➡️ hier die FANCY Baby Sensorik Balls entdecken

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Gerade bei Sensorikbällen würde ich immer genau auf die konkrete Altersempfehlung des Herstellers sowie Größe, Material und Verarbeitung achten.

Was ich daran mag

Das Spiel wird nicht groß vorgegeben.

Man kann die Bälle rollen, fühlen, weitergeben oder später beispielsweise unter einem Tuch verstecken und ertasten. Man kann sie sogar mit nach draußen nehmen.

Und genau diese Einfachheit gefällt mir.


2. Sensorische Spielmatten für die Kleinsten

Eine weitere Möglichkeit für jüngere Kinder sind Materialien, die unterschiedliche Strukturen über Hände oder Füße erfahrbar machen.

In meine Sammlung habe ich deshalb die Clementoni Soft Clemmy sensorischen Spielmatten aufgenommen.

➡️ hier Clementoni Soft Clemmy Spielmatten ansehen

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Diese Kategorie finde ich vor allem deshalb interessant, weil sensorisches Spielen nicht immer am Tisch stattfinden muss.

Kinder nehmen ihre Umgebung schließlich mit dem ganzen Körper wahr.

Welche Spielmöglichkeiten konkret geeignet sind, würde ich auch hier immer an Alter und Herstellerhinweisen ausrichten.


3. Fühlen und vergleichen: taktile Scheiben

Für etwas andere Fühlerlebnisse habe ich außerdem ein Fühlspiel mit taktilen Scheiben in meine Liste aufgenommen.

➡️ hier Fühlspiel mit taktilen Scheiben entdecken

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Solches Material finde ich spannend, weil es sich auf verschiedene Arten verwenden lässt.

Oberflächen können zunächst einfach mit den Händen erkundet werden. Später kann man Unterschiede beschreiben, passende Strukturen suchen oder versuchen, bestimmte Oberflächen nur über den Tastsinn wiederzuerkennen.

Dadurch ist es eine ganz andere Art von Sensorikmaterial als klassische Bälle oder Knete.


4. Kinetic Sand – Sand für drinnen

Kinetischen Sand kennt man inzwischen wahrscheinlich aus ziemlich vielen Kinderzimmern.

Und trotzdem darf er in dieser Sammlung nicht fehlen.

Der Kinetic Sand lässt sich drücken, formen, schneiden und immer wieder neu bearbeiten.

➡️ hier findest du den Kinetic Sand

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Besonders schön finde ich daran die vielen Möglichkeiten für freies Spiel:

Man kann Formen verwenden, Spuren hinterlassen, Dinge verstecken, kleine Landschaften bauen oder den Sand einfach durch die Hände laufen lassen.

Mein Tipp für die Nutzung

Pluffle bietet wiederum eine sehr eigene, ungewöhnliche Konsistenz.

Ich würde kinetischen Sand immer in oder auf einer größeren Wanne bzw. Unterlage anbieten.

Auch wenn das Material zusammenhält, bedeutet das schließlich nicht, dass beim Spielen garantiert nichts auf dem Boden landet. 😉

Eine passende Box hat außerdem den Vorteil, dass sich das Material anschließend leichter verstauen lässt.

Wichtig: Bei diesem Produkt gilt die konkrete Altersangabe des Herstellers. Kinetic Sand ist nicht automatisch für jedes Kleinkind geeignet.


5. Playfoam Pluffle – mein persönlicher Favorit

Jetzt kommt ein Material, bei dem ich nicht nur anhand der Produktbeschreibung auswählen muss:

Playfoam Pluffle kenne ich selbst – und ich finde das Zeug richtig genial.

Die Konsistenz lässt sich schwer mit klassischer Knete oder normalem Sand vergleichen. Das Material fühlt sich einfach anders an und lädt schon deshalb dazu ein, mit den Händen darin herumzuspielen.

Man kann es drücken, schaufeln, umfüllen und immer wieder beobachten, wie es sich bewegt.

➡️ entdecke hier Playfoam Puffle

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Was ich daran besonders spannend finde, ist genau diese ungewöhnliche Haptik.

Es ist kein Material, bei dem sofort feststeht: Damit muss ich jetzt etwas Bestimmtes bauen.

Man kann einfach anfangen zu fühlen und auszuprobieren.

Kinetic Sand oder Pluffle?

Für mich sind das deshalb auch keine Produkte, bei denen man unbedingt sagen müsste: Das eine ist besser als das andere.

Sie bieten schlicht unterschiedliche Erfahrungen.

Kinetic Sand eignet sich besonders gut zum Formen und Bauen. Pluffle lebt für mich stärker von seiner besonderen Konsistenz und davon, wie es sich beim Bewegen und Umfüllen verhält.

Wenn du also bereits Kinetic Sand zuhause hast, ist Pluffle nicht einfach nur „noch ein Sand“.


6. Klassische Knete: Muss es immer spezielles Sensorikmaterial sein?

Nein.

Und genau deshalb habe ich bewusst auch einen ganz normalen Play-Doh in meine Sammlung aufgenommen.

➡️ hier findest du ein Play-Doh 8er Set

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Denn manchmal wird aus ganz einfachem Spielmaterial plötzlich „Sensorik-Spielzeug“, sobald es in einer hübschen Verpackung steckt.

Knete zeigt ziemlich gut, dass das gar nicht nötig ist.

Drücken, rollen, quetschen, platt drücken, Formen ausstechen – dabei entstehen bereits ganz unterschiedliche haptische Erfahrungen.

Drei Materialien, drei unterschiedliche Erfahrungen

Knete, Kinetic Sand und Pluffle würde ich deshalb nicht gegeneinander ausspielen.

Knete lässt sich gezielt formen und bearbeiten.

Kinetic Sand verbindet das Sandgefühl mit Formbarkeit.

Welche Variante interessanter ist, hängt stark vom Kind ab.


7. Pipetten, Schaufeln, Pinzetten & Schalen: Zubehör für die Sensorik-Wanne

Das ist wahrscheinlich die Kategorie, bei der man auf Amazon besonders schnell eskalieren könnte. 😄

Es gibt komplette Sets mit Schaufeln, Zangen, Pipetten, Trichtern, Löffeln und gefühlt noch 25 anderen Teilen.

Braucht man das alles?

Nein.

Ein paar ausgewählte Werkzeuge können eine Sensorik-Wanne aber deutlich vielseitiger machen.

In meiner Liste habe ich deshalb verschiedene Teile von Inspire My Play gesammelt:

Pipetten* eignen sich beispielsweise für Wasser und einfache Farbexperimente.

Mini-Schaufeln* können zum Schöpfen und Umfüllen verwendet werden.

Pinzetten bzw. Zangen* ermöglichen eine ganz andere Greifbewegung.

Und die Sensorik-Schalen* können zum Sammeln, Sortieren, Schöpfen oder – je nach Ausführung – Sieben eingesetzt werden.

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Muss es genau dieses Zubehör sein?

Natürlich nicht.

Das ist mir bei diesem Artikel besonders wichtig.

Kleine Schüsseln, Löffel, Becher oder geeignete Küchenutensilien können genauso gut funktionieren.

Spezielles Zubehör finde ich dann interessant, wenn Sensorikwannen bei euch häufiger genutzt werden und du eine kleine Ausstattung dafür zusammenstellen möchtest.


8. Eine Sensorik-Wanne als Basis

Wenn ich aus der gesamten Zubehör-Kategorie eine Sache besonders praktisch finde, dann ist es eine vernünftige Wanne.

Nicht weil darauf „Sensorik“ stehen muss.

Sondern weil sie das Spielen erheblich unkomplizierter machen kann.

In meiner Liste findest du ein 3er-Set flacher Boxen, die sich perfekt als Sensorik Wannen eignen.

➡️ hier zum 3er-Set flacher FIIOEOY-Boxen mit Deckel

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Eine solche Box kann beispielsweise für Sand, Knete oder andere altersgerechte Materialien verwendet werden.

Der Deckel ist außerdem praktisch für die Aufbewahrung.

Aber auch hier gilt:

Du musst keine spezielle Sensorik-Wanne kaufen.

Wenn du bereits eine ausreichend große, stabile Kunststoffbox zuhause hast, probiere die zuerst aus.


9. Sensorikflaschen: beobachten und hören

Sensorikflaschen sind eine ganz andere Kategorie.

Hier geht es weniger ums Kneten oder Schütten, sondern stärker ums Beobachten und – je nach Ausführung – Hören.

In meine Sammlung habe ich eine PETIT BOUM Sound Bottle aufgenommen.

➡️ hier findest du die PETIT BOUM Sound Bottle

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Mir gefällt an solchen Flaschen, dass sie einen weiteren Sinn ins Spiel bringen und sich deutlich von den bisherigen Materialien unterscheiden.

Ich würde dabei bewusst nicht versprechen, dass eine Sensorikflasche ein Kind „beruhigt“.

Sie kann aber zum Drehen, Schütteln, Beobachten und Zuhören einladen.

Und Sensorikflaschen gehören außerdem zu den Dingen, die sich grundsätzlich auch selbst herstellen lassen.

➡️ bald zeige ich euch in einem eigenen Artikel wie man Sensorik Spielzeug selbst herstellen kann.


10. Flüssigkeitstimer – Bewegung beobachten

Die JOYIN Flüssigkeitstimer sind ebenfalls visuell ausgerichtet.

Im Inneren bewegen sich Flüssigkeit bzw. kleine Elemente nach unten, wenn die Behälter gedreht werden.

➡️ JOYIN Flüssigkeitstimer ansehen

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Das ist für mich eher eine zusätzliche Idee als ein Produkt, das unbedingt in eine Grundausstattung gehört.

Und genau solche Unterschiede möchte ich in dieser Liste deutlich machen:

Interessant heißt nicht automatisch notwendig.

Wenn dein Kind gern Bewegungen beobachtet und Dinge immer wieder umdreht, kann diese Art von Material spannend sein.

Wenn nicht, würde ich mein Geld eher in etwas Vielseitigeres investieren.


11. Licht und Farbe mit transparenten Bausteinen entdecken

Diese Kategorie wollte ich unbedingt in die Sammlung aufnehmen, weil sie sensorisches Spielen noch einmal in eine ganz andere Richtung bringt.

Die transparenten Regenbogen-Bausteine mit Holzrahmen lassen Licht durch farbige Elemente fallen.

➡️ hier findest du die transparenten Regenbogen-Bausteine mit Holzrahmen

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Damit lassen sich Farben, Licht und Schatten beobachten und gleichzeitig ganz normal bauen und stapeln.

Genau diese Kombination gefällt mir.

Denn das Material ist nicht nur für eine bestimmte „Sensorik-Aktivität“ gedacht. Es kann genauso Teil des normalen freien Spiels werden.

Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass Sensorik-Spielzeug überhaupt nicht wie typisches Sensorik-Spielzeug aussehen muss.


12. Sensorisches Spielen mit Bewegung: Stapelstein

Sensorisches Spielen findet nicht nur mit den Händen statt.

Kinder sammeln auch über Bewegung, Gleichgewicht und ihren eigenen Körper Wahrnehmungserfahrungen.

Deshalb habe ich bewusst auch Stapelstein Rainbow in die Sammlung aufgenommen.

➡️ hier gibt es die original Stapelsteine

Das ist allerdings eine ganz andere Preiskategorie als eine Packung Knete oder eine Pipette.

Und deshalb würde ich Stapelstein auch nicht als notwendiges Sensorik-Spielzeug darstellen.

Es ist vielmehr eine hochwertige, größere Anschaffung, die einen zusätzlichen Bereich eröffnet: Bewegung und Balance.

Wenn du ohnehin über Stapelsteine nachdenkst, passt das für mich gut zum Thema.

Für eine kleine Sensorik-Grundausstattung würde ich sie aber nicht als Erstes kaufen.


Was braucht man für sensorisches Spielen wirklich?

Nach all diesen Produkten könnte jetzt leicht der Eindruck entstehen, dass man ein ganzes Regal Sensorikmaterial benötigt.

Tut man nicht.

Wenn ich neu anfangen würde, wäre meine Grundausstattung erstaunlich klein.

Eine ausreichend große Wanne oder Box, ein paar Gefäße und geeignete Werkzeuge reichen für viele Spielideen bereits völlig aus.

Dazu würde ich ein besonderes Material auswählen, das sich nicht einfach mit Haushaltsgegenständen ersetzen lässt.

Zum Beispiel Kinetic Sand oder Pluffle.

Mehr kann später immer noch dazukommen.


Meine persönliche Sensorik-Grundausstattung

Wenn du mich fragen würdest: Was würdest du davon zuerst anschaffen?, würde ich ungefähr so starten:

  1. Wanne oder große Box – damit verschiedene Materialien einen festen Spielbereich bekommen.
  2. Schaufel + Pipette oder Zange – lieber wenige Werkzeuge als ein riesiges Set.
  3. Ein besonderes Fühlmaterial – beispielsweise Kinetic Sand oder, mein Favorit, Pluffle.
  4. Ein Material aus einer anderen Kategorie – etwa Fühlmaterial, eine Sensorikflasche oder transparente Bausteine.
  5. Erst danach erweitern – je nachdem, womit dein Kind tatsächlich gern spielt.

So entsteht die Sammlung nach und nach anhand der Interessen des Kindes – und nicht, weil irgendeine Checkliste behauptet, man müsse zehn verschiedene Sensorik-Spielzeuge besitzen.


Sensorik-Spielzeug nach Alter: Was passt wann?

Bei dieser Frage finde ich starre Tabellen schwierig.

Ein zweijähriges Kind kann sehr unterschiedlich spielen – und vor allem sehr unterschiedlich mit kleinen Gegenständen umgehen.

Deshalb würde ich mich immer zuerst an der Altersempfehlung des konkreten Herstellers orientieren.

Zusätzlich kannst du beobachten:

Nimmt dein Kind Spielmaterial noch häufig in den Mund? Kann es mit kleineren Gegenständen bereits sicher umgehen? Interessiert es sich gerade eher für Bewegung, Kneten, Schütten oder Sortieren?

Für Babys und jüngere Kinder

Hier stehen große, gut greifbare und für das jeweilige Alter vorgesehene Materialien im Vordergrund.

Sensorikbälle oder geeignete strukturierte Matten können beispielsweise interessant sein.

Für Kleinkinder

Mit zunehmender Entwicklung werden Schütten, Umfüllen, Kneten und einfache Werkzeuge interessanter.

Welche Materialien konkret geeignet sind, hängt aber weiterhin davon ab, ob Dinge beispielsweise noch in den Mund genommen werden.

Für ältere Kleinkinder und Kinder

Jetzt können komplexere Möglichkeiten dazukommen: unterschiedliche Tastoberflächen vergleichen, mit Pipetten experimentieren, Farben und Licht untersuchen oder kleine Spielwelten gestalten.

Die Herstellerangabe des jeweiligen Produkts hat dabei immer Vorrang vor meiner allgemeinen Einordnung.


Sensorikmaterial kaufen oder selber machen?

Beides.

Und genau diese Mischung finde ich eigentlich am sinnvollsten.

Kaufen würde ich vor allem Dinge, die eine besondere Materialeigenschaft besitzen: Pluffle, Kinetic Sand, spezielle Tastmaterialien, langlebiges Zubehör, transparente Bausteine oder größere Bewegungsmaterialien.

Selber machen bzw. aus dem Haushalt nehmen würde ich einfache Dinge: Gefäße, Wasser, geeignete Naturmaterialien oder selbstgemachte Sensorikideen.

Dadurch muss sensorisches Spielen weder teuer noch zu einem eigenen Hobby für die Eltern werden. 😉

In meinem nächsten Artikel zeige ich dir deshalb drei Sensorikmaterialien, die du ganz einfach selbst herstellen kannst.

➡️ bald gibt es dazu einen eigenen Artikel auf dem Blog


Worauf würde ich beim Kauf von Sensorik-Spielzeug achten?

Altersempfehlung

Sie ist mein erster Blick auf ein Produkt. Gerade bei Materialien mit kleinen Teilen ist sie wichtig.

Größe und Kleinteile

Wenn dein Kind Dinge noch in den Mund nimmt, muss das bei der Materialauswahl unbedingt berücksichtigt werden.

Verarbeitung

Ich würde mir Produktinformationen, Herstellerangaben und vorhandene Sicherheitshinweise genau ansehen und das Material vor der ersten Verwendung selbst kontrollieren.

Reinigung

Wasser, Sand, Knete und kleine Kinder sind eine ziemlich zuverlässige Kombination für Chaos. 😄

Abwaschbares Zubehör ist deshalb für mich ein echtes Plus.

Vielseitigkeit

Kann das Material nur eine Sache?

Oder lässt es sich in unterschiedlichen Spielsituationen einsetzen?

Gerade bei teureren Anschaffungen wäre mir Letzteres wichtig.

Und die wichtigste Frage: Brauche ich das wirklich?

Wenn eine Schüssel aus deinem Küchenschrank exakt denselben Zweck erfüllt, würde ich nicht zusätzlich eine „Montessori-Sensorik-Schüssel“ kaufen.

Das Geld würde ich lieber für etwas ausgeben, das tatsächlich eine neue Erfahrung ermöglicht.


Häufige Fragen zu Sensorik-Spielzeug

Was ist Sensorik-Spielzeug?

Damit werden Spielzeuge und Materialien bezeichnet, bei denen Sinneserfahrungen eine wichtige Rolle spielen – beispielsweise Fühlen, Sehen, Hören oder Bewegung. Viele ganz normale Spielmaterialien können ebenfalls für sensorisches Spielen genutzt werden.

Welches Sensorik-Spielzeug eignet sich für Kleinkinder?

Das hängt stark vom Alter und Entwicklungsstand ab. Geeignet können beispielsweise größere Fühlmaterialien, Knete, Wasseraktivitäten oder altersgerechte Schütt- und Greifmaterialien sein. Herstellerangaben und mögliche Kleinteile müssen dabei berücksichtigt werden.

Braucht mein Kind eine Sensorik-Wanne?

Nein. Eine normale große Schüssel oder Kunststoffbox kann völlig ausreichen. Eine spezielle bzw. dafür vorgesehene Wanne ist hauptsächlich praktisch, wenn ihr Sensorikspiele häufiger macht.

Was kann ich in eine Sensorik-Wanne geben?

Das hängt vom Alter des Kindes ab. Möglich sind beispielsweise Wasser, geeignete formbare Materialien oder andere altersgerechte Füllmaterialien. Dazu können Becher, Schaufeln oder Pipetten kommen.

Ist Kinetic Sand Sensorik-Spielzeug?

Kinetic Sand eignet sich aufgrund seiner besonderen Konsistenz gut für haptisches Spielen. Beachte dabei unbedingt die Altersempfehlung und Sicherheitshinweise des konkreten Produkts.

Was ist der Unterschied zwischen Kinetic Sand und Pluffle?

Beide bieten unterschiedliche haptische Erfahrungen. Kinetic Sand lässt sich besonders gut formen und bauen. Playfoam Pluffle besitzt eine ganz andere, bewegliche Konsistenz und fühlt sich entsprechend anders an.

Muss gutes Sensorik-Spielzeug teuer sein?

Überhaupt nicht. Viele gute sensorische Spielerfahrungen entstehen mit Wasser, Gefäßen, Knete oder anderen Dingen, die bereits zuhause vorhanden sind. Teureres Material lohnt sich für mich vor allem dann, wenn es etwas bietet, das sich mit einfachen Haushaltsgegenständen nicht nachbilden lässt.


Fazit: Weniger Sensorik-Spielzeug – dafür das richtige

Wenn du nach Sensorik-Spielzeug suchst, wirst du ziemlich schnell mit kompletten Sets, Spezialwannen und unzähligen „Montessori“-Produkten überschüttet.

Ich würde es deutlich einfacher halten.

Starte mit dem, was du bereits zuhause hast.

Beobachte, womit dein Kind gern experimentiert.

Und wenn du etwas kaufst, dann am besten Material, das wirklich eine neue Erfahrung ermöglicht oder eure vorhandenen Spielideen sinnvoll erweitert.

Von meiner Auswahl finde ich Pluffle besonders spannend, weil ich es selbst kenne und diese ungewöhnliche Konsistenz wirklich mag.

Daneben gehören für mich eine einfache Wanne, ein paar gute Werkzeuge und ein weiteres besonderes Material schon zu einer mehr als ausreichenden Ausstattung.

Alles andere ist Bonus.

Und genau das ist für mich der schönste Gedanke beim sensorischen Spielen:

Nicht das Material macht das Spiel besonders, sondern das, was Kinder damit entdecken.


Alle Sensorik-Produkte aus meiner Auswahl

Ich habe inzwischen unterschiedliche Produkte und Materialien in meiner Amazon-Ideenliste „Sensorik und Spiele“ gesammelt.

Dort findest du neben den ausführlicher vorgestellten Produkten auch weitere Ideen und kannst in Ruhe schauen, was überhaupt zu eurem Alltag und zum Alter deines Kindes passt.

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➡️ Sensorischeses Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele für Zuhause


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