Kategorie: Sensory Play

  • Sensorikmaterial selber machen: 3 einfache DIY-Ideen für Kinder

    Sensorikmaterial selber machen: 3 einfache DIY-Ideen für Kinder

    Sensorisches Spielen braucht weder teures Material noch eine aufwendige Vorbereitung. Viele Sensorikmaterialien lassen sich mit wenigen Zutaten selbst herstellen – und das Schöne daran: Einmal vorbereitet, können sie immer wieder für neue Spielideen hervorgeholt werden.

    In diesem Beitrag zeige ich dir drei ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Sensorikmaterial selber zu machen:

    1. bunten Sensorik-Reis zum Schütten, Fühlen und Verstecken,
    2. selbstgemachte Knete zum Drücken, Rollen und Formen,
    3. eine Sensorikflasche zum Schütteln und Beobachten.

    Du bekommst für jedes DIY eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Mengenangaben. Außerdem zeige ich dir, wie du die Materialien verwenden und aufbewahren kannst und worauf du beim Spielen achten solltest.

    Neu beim Thema? In meinem Grundlagenartikel erfährst du, was sensorisches Spielen eigentlich bedeutet und findest zusätzlich 10 einfache Sensorik-Spiele für Zuhause.

    ➡️ Sensorisches Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele

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    Warum Sensorikmaterial selber machen?

    Wenige Zutaten reichen aus

    Viele der Zutaten hast du wahrscheinlich bereits zuhause. Reis, Mehl, Salz, Speiseöl oder eine leere Flasche reichen für einige Ideen schon aus.

    Und genau das gefällt mir daran: Sensorisches Spielen muss nicht bedeuten, ständig neues Spielzeug zu kaufen.

    Du kannst das Material an dein Kind anpassen

    Farben, Mengen, Behälter und zusätzliches Zubehör lassen sich danach auswählen, womit dein Kind gerade gerne spielt.

    Manchmal reichen ein Löffel und zwei kleine Schüsseln. An einem anderen Tag kommen vielleicht Tiere, Fahrzeuge oder Förmchen dazu.

    Ein Material – viele Spielmöglichkeiten

    Das ist für mich einer der größten Vorteile.

    Aus einem Glas gefärbtem Reis können ganz unterschiedliche Spielsituationen entstehen: Heute wird geschüttet, morgen verstecken sich kleine Tiere darin und beim nächsten Mal kommen Trichter und verschiedene Gefäße dazu.

    Du musst also nicht ständig eine komplett neue Beschäftigung vorbereiten.

    Was braucht man für selbstgemachtes Sensorikmaterial?

    Für die drei DIY-Ideen brauchst du überraschend wenig. Vieles davon hast du wahrscheinlich schon zuhause:

    🌈 Sensorik-Reis
    Reis, Lebensmittelfarbe und etwas Essig

    👐 Selbstgemachte Knete
    Mehl, Salz, Wasser, Öl und Zitronensäure

    ✨ Sensorikflasche
    Eine transparente Flasche, Wasser, Glycerin und ausgewählte Füllmaterialien

    Alle drei Ideen sind einfach vorzubereiten und lassen sich mehrfach verwenden. Die genauen Mengen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du direkt bei den jeweiligen DIYs.

    DIY 1: Bunten Sensorik-Reis selber machen

    Bunter Reis gehört für mich zu den einfachsten Materialien für eine Sensorik-Wanne. Er lässt sich schütten, löffeln, durch einen Trichter füllen oder als Grundlage für kleine Spielwelten verwenden.

    Das brauchst du

    Für eine Portion:

    • 2 Tassen trockenen weißen Reis
    • 2–3 EL Essig
    • einige Tropfen Lebensmittelfarbe
    • einen verschließbaren Gefrierbeutel oder ein Schraubglas
    • Backpapier oder ein großes Tablett zum Trocknen

    ➡️Wir nutzen gerne diese Lebensmittelfarbe*!

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    Wenn du mehrere Farben herstellen möchtest, teilst du den Reis einfach vorher auf mehrere Portionen auf.

    Sensorik-Reis färben: Schritt für Schritt

    Schritt 1: Reis einfüllen

    Gib den trockenen Reis in einen verschließbaren Gefrierbeutel oder ein ausreichend großes Schraubglas.

    Schritt 2: Farbe dazugeben

    Gib Essig und einige Tropfen Lebensmittelfarbe hinzu.

    Beginne lieber mit wenig Farbe. Wenn dir der Farbton anschließend zu blass ist, kannst du noch etwas nachgeben.

    Schritt 3: Gut vermischen

    Beutel oder Glas verschließen und kräftig schütteln bzw. den Beutel vorsichtig durchkneten, bis sich die Farbe möglichst gleichmäßig verteilt hat.

    Schritt 4: Reis ausbreiten

    Verteile den gefärbten Reis möglichst dünn auf Backpapier oder einem Tablett.

    Schritt 5: Vollständig trocknen lassen

    Lass ihn mehrere Stunden – am besten über Nacht – vollständig an der Luft trocknen.

    Erst wenn der Reis wirklich trocken ist, kommt er in den Aufbewahrungsbehälter oder in die Sensorik-Wanne.

    5 einfache Spielideen mit Sensorik-Reis

    Mit demselben Reis kannst du immer wieder etwas anderes anbieten:

    • Reis zwischen verschiedenen Gefäßen umfüllen
    • mit Löffeln oder kleinen Schaufeln experimentieren
    • geeignete Gegenstände darin verstecken und suchen
    • Reis durch einen Trichter füllen
    • kleine Spielwelten mit passenden Figuren oder Fahrzeugen gestalten

    Dabei muss die Wanne übrigens nicht jedes Mal aufwendig dekoriert sein. Gerade das einfache Schütten und Umfüllen kann schon völlig ausreichen.

    Wie bewahre ich Sensorik-Reis auf?

    Nach dem Spielen sollte der Reis vollständig trocken sein. Anschließend kannst du ihn in einem gut verschlossenen Behälter oder Beutel trocken lagern.

    Kontrolliere ihn vor der nächsten Verwendung. Wird er feucht, riecht auffällig oder zeigt Veränderungen wie Schimmel, gehört er entsorgt.

    Eine pauschale Haltbarkeit würde ich deshalb nicht angeben.

    DIY 2: Knete selber machen

    Knete bietet noch einmal eine ganz andere Sinneserfahrung als Reis. Sie lässt sich zusammendrücken, auseinanderziehen, rollen, plattdrücken und formen.

    Und selbstgemachte Knete ist überraschend unkompliziert.

    Zutaten für selbstgemachte Knete

    Für eine Portion brauchst du:

    • 2 Tassen Mehl
    • 1 Tasse Salz
    • 2 EL neutrales Speiseöl, z. B. Sonnenblumenöl
    • 1 Tasse Wasser
    • 2 EL Zitronensäure
    • Lebensmittelfarbe* nach Wunsch

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    Knete selber machen: Schritt für Schritt

    Schritt 1: Trockene Zutaten vermischen

    Mehl, Salz und Zitronensäure in einen Topf geben und gut miteinander vermischen.

    Schritt 2: Wasser und Öl dazugeben

    Wasser und Öl hinzufügen und alles unter Rühren erhitzen.

    Schritt 3: Rühren, bis eine Knetmasse entsteht

    Bei mittlerer Hitze ständig weiterrühren. Nach und nach wird die Masse fester und beginnt, sich vom Topfrand zu lösen.

    Dann den Topf vom Herd nehmen.

    Schritt 4: Abkühlen und kneten

    Die Masse zunächst so weit abkühlen lassen, dass sie gefahrlos angefasst werden kann.

    Anschließend gründlich durchkneten.

    Klebt sie noch stark, kannst du vorsichtig etwas Mehl einarbeiten. Ist sie zu trocken oder bröselig, hilft häufig schon eine sehr kleine Menge Öl.

    Schritt 5: Knete färben

    Jetzt kannst du die Knete in mehrere Portionen teilen und jeweils etwas Lebensmittelfarbe einkneten.

    Tipp: Handschuhe können beim Färben ganz praktisch sein. 😉

    Was tun, wenn die Knete nicht die richtige Konsistenz hat?

    Die Knete klebt:
    Etwas Mehl einkneten.

    Die Knete bröckelt:
    Öl wirklich nur tropfenweise hinzufügen und erneut kneten.

    Die Knete ist etwas fest geworden:
    Zunächst kräftig mit den Händen durchkneten.

    Was kann man mit selbstgemachter Knete machen?

    Natürlich ausrollen und ausstechen – aber dabei muss es nicht bleiben.

    Kinder können beispielsweise Kugeln rollen, Würste formen, mit geeigneten Werkzeugen Linien und Muster hineindrücken oder verschiedene Formen ausprobieren.

    Auch größere Naturmaterialien können interessante Abdrücke erzeugen. Bei losen oder kleinen Materialien gilt allerdings wieder: Sie müssen zur Entwicklung des Kindes passen und dürfen keine Verschluckungsgefahr darstellen.

    Aufbewahrung

    Bewahre die Knete luftdicht verschlossen und möglichst kühl auf.

    Kontrolliere sie vor dem Spielen. Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz ungewöhnlich verändern oder du Schimmel bemerkst, solltest du sie entsorgen.

    Wichtig: Die Knete enthält zwar überwiegend Zutaten aus der Küche, ist aufgrund ihrer Zusammensetzung – insbesondere des hohen Salzgehalts – nicht zum Essen gedacht.

    DIY 3: Sensorikflasche selber machen

    Eine Sensorikflasche funktioniert ganz anders als die ersten beiden Materialien.

    Das Kind kommt nicht direkt mit dem Füllmaterial in Kontakt. Stattdessen kann es beobachten, was beim Drehen und Schütteln passiert und wie sich die verschiedenen Elemente durch die Flüssigkeit bewegen.

    Und nein: Ich würde sie nicht automatisch als „Beruhigungsflasche“ bezeichnen. Kinder reagieren schließlich unterschiedlich darauf. Für mich ist sie in erster Linie ein schönes Beobachtungs- und Entdeckungsmaterial.

    Das brauchst du

    • eine stabile, transparente Flasche mit zuverlässig schließendem Schraubdeckel
    • warmes Wasser
    • zunächst etwa 1–2 EL Glycerin*
    • ausgewähltes Füllmaterial, z. B. Glitzer oder andere geeignete dekorative Elemente
    • optional etwas Lebensmittelfarbe
    • Heißkleber zum dauerhaften Sichern des Verschlusses

    ➡️ Falls du keine passenden Flaschen zuhause hast, kannst du diese befüllbaren Kunststoff-Flaschen* nutzen!

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    Sensorikflasche selber machen: Schritt für Schritt

    Schritt 1: Flasche vorbereiten

    Flasche gründlich reinigen und vollständig von Etiketten und Kleberesten befreien.

    Schritt 2: Wasser einfüllen

    Fülle die Flasche zunächst ungefähr zu zwei Dritteln mit warmem Wasser und gib das Glycerin hinzu.

    Schritt 3: Füllmaterial hinzufügen

    Nun kommen die gewünschten Elemente und – falls du möchtest – etwas Lebensmittelfarbe hinein.

    Schritt 4: Erst testen!

    Bevor du den Deckel endgültig sicherst, füllst du die Flasche weiter auf, verschließt sie probeweise und beobachtest die Bewegung.

    Sinken die Elemente für deinen Geschmack zu schnell ab, kannst du die Flüssigkeitsmischung anpassen.

    Schritt 5: Dauerhaft verschließen

    Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, wird der Verschluss dauerhaft gesichert.

    Der Kleber gehört nicht lose außen an eine Stelle, an der das Kind daran pulen kann. Der Deckel muss fest sitzen und darf sich beim Spielen nicht lösen.

    Lass alles vollständig aushärten, bevor die Flasche verwendet wird.

    Drei einfache Varianten

    Farbflasche:
    Wasser + Glycerin + etwas Lebensmittelfarbe

    Glitzerflasche:
    Wasser + Glycerin + feiner Glitzer

    Entdeckerflasche:
    Verschiedene gut sichtbare Elemente bewegen sich beim Drehen und Schütteln durch die Flasche.

    Bei sämtlichen Varianten gilt: Enthält die Flasche Kleinteile, müssen diese für das Kind dauerhaft unzugänglich bleiben.

    Welches DIY passt zu uns?

    Statt eine starre Altersangabe zu machen, würde ich danach entscheiden, wie dein Kind aktuell mit Materialien umgeht.

    Ein Kind, das Materialien noch häufig in den Mund nimmt, braucht andere Angebote als ein Kind, das bereits zuverlässig mit losen Materialien umgehen kann.

    Deshalb sind Entwicklungsstand, konkrete Spielweise und angemessene Aufsicht wichtiger als eine pauschale Alterszahl.

    Sensorikmaterial sicher verwenden

    Bei DIY-Sensorikmaterial gibt es einige Punkte, die ich besonders wichtig finde.

    Kleine Materialien: Reis, Glitzer, Perlen und andere Kleinteile können ein Verschluckungsrisiko darstellen. Sie gehören nicht frei ins Spiel, wenn dein Kind solche Dinge noch in den Mund nimmt.

    Nicht zum Essen: Auch wenn einige Zutaten aus der Küche kommen, werden sie hier als Spielmaterial verwendet. Insbesondere die selbstgemachte Knete mit ihrem hohen Salzgehalt ist nicht zum Verzehr geeignet.

    Aufsicht: Wie eng du begleiten solltest, hängt von Alter, Entwicklungsstand, Material und Spielweise deines Kindes ab.

    Material kontrollieren: Selbstgemachte Materialien regelmäßig auf Feuchtigkeit, ungewöhnlichen Geruch, Schimmel oder Beschädigungen prüfen.

    Sensorikflaschen: Vor jeder Nutzung kontrollieren, ob Flasche und Verschluss noch vollständig intakt sind. Sobald etwas undicht, locker oder beschädigt ist, sollte die Flasche nicht weiter verwendet werden.

    Aus drei Materialien werden immer neue Sensorik-Spiele

    Das ist für mich eigentlich der schönste Teil an diesen DIYs.

    Wir brauchen keine 20 vorbereiteten Sensorik-Aktivitäten im Schrank. Stattdessen lässt sich dasselbe Material durch kleine Veränderungen immer wieder neu entdecken.

    Sensorik-Reis + Löffel + zwei Gefäße
    ➡️ schütten und umfüllen

    Sensorik-Reis + geeignete Figuren
    ➡️ verstecken und suchen

    Sensorik-Reis + Baustellenfahrzeuge
    ➡️ kleine Baustellen-Spielwelt

    Knete + Ausstecher
    ➡️ Formen entdecken

    Knete + geeignete Naturmaterialien
    ➡️ Oberflächen und Abdrücke ausprobieren

    Knete + kindersichere Werkzeuge
    ➡️ schneiden, drücken und Muster gestalten

    Und manchmal braucht es gar keine neue Idee. Einfach dasselbe Material nach einiger Zeit wieder hervorzuholen, kann schon reichen.

    Keine Lust auf Selbermachen? 😄

    Völlig verständlich.

    Nicht jedes Sensorikmaterial muss selbst hergestellt werden. Gerade bei besonderen Fühlmaterialien, Licht- und Farbmaterialien oder langlebigem Zubehör kann Kaufen die praktischere Variante sein.

    In meinem zweiten Artikel habe ich deshalb zusammengestellt, welches Sensorik-Spielzeug ich interessant finde, was man wirklich braucht und worauf man beim Kauf achten kann.

    ➡️ Sensorik-Spielzeug für Kinder: Materialien & besondere Ideen

    Häufige Fragen zum Sensorikmaterial selber machen

    Welches Sensorikmaterial kann man selber machen?

    Sehr einfach lassen sich beispielsweise gefärbter Reis, selbstgemachte Knete und Sensorikflaschen herstellen. Alle drei bieten unterschiedliche Möglichkeiten zum Entdecken.

    Wie färbt man Reis für Sensorik-Spiele?

    Trockenen Reis mit etwas Essig und Lebensmittelfarbe in einem verschlossenen Beutel oder Glas vermischen und anschließend vollständig trocknen lassen.

    Wie bewahrt man gefärbten Reis auf?

    Trocken und gut verschlossen. Vor der erneuten Verwendung solltest du kontrollieren, ob sich Geruch, Feuchtigkeit oder Aussehen verändert haben.

    Wie macht man Knete für Kinder selbst?

    In diesem Rezept werden Mehl, Salz, Zitronensäure, Wasser und Öl erhitzt, bis eine formbare Masse entsteht. Nach dem Abkühlen wird sie gründlich durchgeknetet und kann anschließend gefärbt werden.

    Wie bewahrt man selbstgemachte Knete auf?

    Am besten luftdicht verschlossen und kühl.

    Was kann man in eine Sensorikflasche füllen?

    Je nach gewünschtem Effekt beispielsweise Wasser, Glycerin, etwas Farbe oder dekorative Elemente. Kleinteile müssen dabei dauerhaft unzugänglich in der sicher verschlossenen Flasche bleiben.

    Wie verschließt man eine Sensorikflasche sicher?

    Der Schraubverschluss sollte dauerhaft gesichert werden und sich durch das Kind nicht öffnen lassen. Zusätzlich sollte die Flasche vor jeder Nutzung auf Beschädigungen und einen lockeren Verschluss kontrolliert werden.

    Welches selbstgemachte Sensorikmaterial eignet sich für Kleinkinder?

    Das lässt sich nicht allein am Alter festmachen. Entscheidend sind unter anderem Verschluckungsrisiken, Entwicklungsstand, die konkrete Spielweise und die notwendige Aufsicht.

    Fazit: Drei Materialien – immer neue Spielmöglichkeiten

    Sensorikmaterial selber zu machen muss weder kompliziert noch teuer sein.

    Mit buntem Sensorik-Reis, selbstgemachter Knete und einer Sensorikflasche hast du drei sehr unterschiedliche Materialien: eines zum Schütten und Fühlen, eines zum Formen und eines zum Beobachten.

    Und das Beste daran ist für mich nicht, möglichst viele verschiedene DIYs herzustellen. Viel schöner finde ich die Idee, wenige Materialien immer wieder neu anzubieten und zu schauen, was das Kind daraus macht.

    Weiterlesen auf Mama Momente

    ➡️ Sensorisches Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele

    ➡️ Sensorik-Spielzeug für Kinder: Materialien & besondere Ideen


  • Sensorik-Spielzeug & Sensorikmaterial für Kinder: Was lohnt sich wirklich?

    Sensorik-Spielzeug & Sensorikmaterial für Kinder: Was lohnt sich wirklich?

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    Für sensorisches Spielen braucht es eigentlich erstaunlich wenig.

    Eine Schüssel mit Wasser, ein paar Becher, Knete oder andere Dinge, die ohnehin im Haushalt vorhanden sind, können Kinder lange beschäftigen. Genau deshalb möchte ich hier auch nicht den Eindruck vermitteln, dass man erst eine komplette Ausstattung kaufen muss, damit ein Kind sensorisch spielen kann.

    In meinem großen Guide „Sensorisches Spielen mit Kindern“ habe ich bereits viele einfache Spielideen gesammelt, die sich mit wenig Material zuhause umsetzen lassen.

    ➡️ hier findest du den Artikel: Sensorisches Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele für Zuhause

    Trotzdem gibt es Sensorik-Spielzeug und besondere Materialien, die ich richtig interessant finde. Manche fühlen sich ungewöhnlich an, andere ermöglichen neue Experimente mit Wasser, Licht oder Farbe. Wieder andere machen eine Sensorik-Wanne einfach praktischer.

    Deshalb geht es hier nicht um eine möglichst lange Liste von „pädagogisch wertvollem Spielzeug“, sondern um die Frage:

    Welches Sensorikmaterial kann eine sinnvolle Ergänzung sein – und was braucht man eigentlich gar nicht?

    Ich habe dafür unterschiedliche Materialien und Spielzeuge zusammengestellt, von einfachen Sensorikbällen über Kinetic Sand und Playfoam Pluffle bis hin zu Pipetten, Sensorikwannen und Materialien für Bewegung und Körperwahrnehmung.


    Was ist eigentlich Sensorik-Spielzeug?

    Unter Sensorik-Spielzeug werden sehr unterschiedliche Spielmaterialien zusammengefasst. Gemeinsam ist ihnen, dass Kinder damit Sinneseindrücke erleben können.

    Das kann beispielsweise bedeuten:

    • unterschiedliche Oberflächen fühlen,
    • Materialien drücken, kneten oder formen,
    • Wasser schütten und tropfen lassen,
    • Farben und Licht beobachten,
    • Geräusche wahrnehmen,
    • Gleichgewicht und Bewegung ausprobieren.

    Dabei muss ein gutes Sensorik-Spielzeug meiner Meinung nach gar nicht möglichst viele Funktionen besitzen.

    Oft ist sogar das Gegenteil interessanter.

    Ein Material, das nicht vorgibt, was ein Kind damit tun soll, lässt mehr Raum zum Ausprobieren.

    Genau deshalb mag ich offenes Spielmaterial besonders gern.


    Woran erkenne ich gutes Sensorikmaterial?

    Der Begriff „Sensorik“ steht mittlerweile auf ziemlich vielen Produkten. Das allein macht ein Spielzeug aber noch nicht automatisch sinnvoll.

    Für meine Auswahl waren deshalb einige andere Punkte wichtiger.

    Es lädt zum eigenen Entdecken ein

    Drücken. Schütten. Stapeln. Sortieren. Rollen. Beobachten.

    Ich mag Materialien, bei denen Kinder selbst herausfinden können, was damit passiert, statt immer nur dieselbe vorgegebene Funktion auszulösen.

    Es lässt sich unterschiedlich verwenden

    Eine Pipette kann heute beim Wasserspiel eingesetzt werden und morgen beim Mischen von Farben.

    Eine Schaufel funktioniert mit Sand genauso wie mit Wasser oder anderen geeigneten Materialien.

    Und genau dadurch bleiben solche Dinge häufig länger interessant.

    Es bietet eine besondere Erfahrung

    Bei gekauftem Sensorikmaterial finde ich vor allem die Dinge spannend, die sich nicht ohne Weiteres durch einen Gegenstand aus der Küchenschublade ersetzen lassen.

    Ein normaler Löffel? Den muss ich nicht als „Sensorik-Zubehör“ kaufen.

    Playfoam Pluffle, besondere Tastoberflächen oder transparente Bausteine? Das ist schon etwas anderes.

    Es passt zum Kind

    Und das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.

    Altersempfehlungen des Herstellers, Größe der Teile und die individuelle Entwicklung des Kindes müssen immer berücksichtigt werden.

    Gerade bei jüngeren Kindern gilt außerdem: Wenn Dinge noch häufig im Mund landen, sind kleine Materialien und verschluckbare Teile keine geeignete Wahl.


    Meine Auswahl: besonderes Sensorik-Spielzeug & Sensorikmaterial

    Ich habe bewusst ganz unterschiedliche Produkte ausgewählt. Nicht alles davon braucht man – und ich würde definitiv nicht empfehlen, die komplette Liste zu kaufen.

    Sie soll dir vielmehr zeigen, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es beim sensorischen Spielen gibt.


    1. Sensorikbälle – unterschiedliche Oberflächen entdecken

    Für jüngere Kinder finde ich Sensorikbälle als Einstieg besonders interessant.

    Die FANCY Baby Sensorik Balls aus meiner Auswahl besitzen unterschiedliche Formen und Oberflächen. Dadurch können Kinder sie greifen, halten, rollen und die verschiedenen Strukturen ertasten.

    ➡️ hier die FANCY Baby Sensorik Balls entdecken

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    Gerade bei Sensorikbällen würde ich immer genau auf die konkrete Altersempfehlung des Herstellers sowie Größe, Material und Verarbeitung achten.

    Was ich daran mag

    Das Spiel wird nicht groß vorgegeben.

    Man kann die Bälle rollen, fühlen, weitergeben oder später beispielsweise unter einem Tuch verstecken und ertasten. Man kann sie sogar mit nach draußen nehmen.

    Und genau diese Einfachheit gefällt mir.


    2. Sensorische Spielmatten für die Kleinsten

    Eine weitere Möglichkeit für jüngere Kinder sind Materialien, die unterschiedliche Strukturen über Hände oder Füße erfahrbar machen.

    In meine Sammlung habe ich deshalb die Clementoni Soft Clemmy sensorischen Spielmatten aufgenommen.

    ➡️ hier Clementoni Soft Clemmy Spielmatten ansehen

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    Diese Kategorie finde ich vor allem deshalb interessant, weil sensorisches Spielen nicht immer am Tisch stattfinden muss.

    Kinder nehmen ihre Umgebung schließlich mit dem ganzen Körper wahr.

    Welche Spielmöglichkeiten konkret geeignet sind, würde ich auch hier immer an Alter und Herstellerhinweisen ausrichten.


    3. Fühlen und vergleichen: taktile Scheiben

    Für etwas andere Fühlerlebnisse habe ich außerdem ein Fühlspiel mit taktilen Scheiben in meine Liste aufgenommen.

    ➡️ hier Fühlspiel mit taktilen Scheiben entdecken

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    Solches Material finde ich spannend, weil es sich auf verschiedene Arten verwenden lässt.

    Oberflächen können zunächst einfach mit den Händen erkundet werden. Später kann man Unterschiede beschreiben, passende Strukturen suchen oder versuchen, bestimmte Oberflächen nur über den Tastsinn wiederzuerkennen.

    Dadurch ist es eine ganz andere Art von Sensorikmaterial als klassische Bälle oder Knete.


    4. Kinetic Sand – Sand für drinnen

    Kinetischen Sand kennt man inzwischen wahrscheinlich aus ziemlich vielen Kinderzimmern.

    Und trotzdem darf er in dieser Sammlung nicht fehlen.

    Der Kinetic Sand lässt sich drücken, formen, schneiden und immer wieder neu bearbeiten.

    ➡️ hier findest du den Kinetic Sand

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    Besonders schön finde ich daran die vielen Möglichkeiten für freies Spiel:

    Man kann Formen verwenden, Spuren hinterlassen, Dinge verstecken, kleine Landschaften bauen oder den Sand einfach durch die Hände laufen lassen.

    Mein Tipp für die Nutzung

    Pluffle bietet wiederum eine sehr eigene, ungewöhnliche Konsistenz.

    Ich würde kinetischen Sand immer in oder auf einer größeren Wanne bzw. Unterlage anbieten.

    Auch wenn das Material zusammenhält, bedeutet das schließlich nicht, dass beim Spielen garantiert nichts auf dem Boden landet. 😉

    Eine passende Box hat außerdem den Vorteil, dass sich das Material anschließend leichter verstauen lässt.

    Wichtig: Bei diesem Produkt gilt die konkrete Altersangabe des Herstellers. Kinetic Sand ist nicht automatisch für jedes Kleinkind geeignet.


    5. Playfoam Pluffle – mein persönlicher Favorit

    Jetzt kommt ein Material, bei dem ich nicht nur anhand der Produktbeschreibung auswählen muss:

    Playfoam Pluffle kenne ich selbst – und ich finde das Zeug richtig genial.

    Die Konsistenz lässt sich schwer mit klassischer Knete oder normalem Sand vergleichen. Das Material fühlt sich einfach anders an und lädt schon deshalb dazu ein, mit den Händen darin herumzuspielen.

    Man kann es drücken, schaufeln, umfüllen und immer wieder beobachten, wie es sich bewegt.

    ➡️ entdecke hier Playfoam Puffle

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    Was ich daran besonders spannend finde, ist genau diese ungewöhnliche Haptik.

    Es ist kein Material, bei dem sofort feststeht: Damit muss ich jetzt etwas Bestimmtes bauen.

    Man kann einfach anfangen zu fühlen und auszuprobieren.

    Kinetic Sand oder Pluffle?

    Für mich sind das deshalb auch keine Produkte, bei denen man unbedingt sagen müsste: Das eine ist besser als das andere.

    Sie bieten schlicht unterschiedliche Erfahrungen.

    Kinetic Sand eignet sich besonders gut zum Formen und Bauen. Pluffle lebt für mich stärker von seiner besonderen Konsistenz und davon, wie es sich beim Bewegen und Umfüllen verhält.

    Wenn du also bereits Kinetic Sand zuhause hast, ist Pluffle nicht einfach nur „noch ein Sand“.


    6. Klassische Knete: Muss es immer spezielles Sensorikmaterial sein?

    Nein.

    Und genau deshalb habe ich bewusst auch einen ganz normalen Play-Doh in meine Sammlung aufgenommen.

    ➡️ hier findest du ein Play-Doh 8er Set

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    Denn manchmal wird aus ganz einfachem Spielmaterial plötzlich „Sensorik-Spielzeug“, sobald es in einer hübschen Verpackung steckt.

    Knete zeigt ziemlich gut, dass das gar nicht nötig ist.

    Drücken, rollen, quetschen, platt drücken, Formen ausstechen – dabei entstehen bereits ganz unterschiedliche haptische Erfahrungen.

    Drei Materialien, drei unterschiedliche Erfahrungen

    Knete, Kinetic Sand und Pluffle würde ich deshalb nicht gegeneinander ausspielen.

    Knete lässt sich gezielt formen und bearbeiten.

    Kinetic Sand verbindet das Sandgefühl mit Formbarkeit.

    Welche Variante interessanter ist, hängt stark vom Kind ab.


    7. Pipetten, Schaufeln, Pinzetten & Schalen: Zubehör für die Sensorik-Wanne

    Das ist wahrscheinlich die Kategorie, bei der man auf Amazon besonders schnell eskalieren könnte. 😄

    Es gibt komplette Sets mit Schaufeln, Zangen, Pipetten, Trichtern, Löffeln und gefühlt noch 25 anderen Teilen.

    Braucht man das alles?

    Nein.

    Ein paar ausgewählte Werkzeuge können eine Sensorik-Wanne aber deutlich vielseitiger machen.

    In meiner Liste habe ich deshalb verschiedene Teile von Inspire My Play gesammelt:

    Pipetten* eignen sich beispielsweise für Wasser und einfache Farbexperimente.

    Mini-Schaufeln* können zum Schöpfen und Umfüllen verwendet werden.

    Pinzetten bzw. Zangen* ermöglichen eine ganz andere Greifbewegung.

    Und die Sensorik-Schalen* können zum Sammeln, Sortieren, Schöpfen oder – je nach Ausführung – Sieben eingesetzt werden.

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    Muss es genau dieses Zubehör sein?

    Natürlich nicht.

    Das ist mir bei diesem Artikel besonders wichtig.

    Kleine Schüsseln, Löffel, Becher oder geeignete Küchenutensilien können genauso gut funktionieren.

    Spezielles Zubehör finde ich dann interessant, wenn Sensorikwannen bei euch häufiger genutzt werden und du eine kleine Ausstattung dafür zusammenstellen möchtest.


    8. Eine Sensorik-Wanne als Basis

    Wenn ich aus der gesamten Zubehör-Kategorie eine Sache besonders praktisch finde, dann ist es eine vernünftige Wanne.

    Nicht weil darauf „Sensorik“ stehen muss.

    Sondern weil sie das Spielen erheblich unkomplizierter machen kann.

    In meiner Liste findest du ein 3er-Set flacher Boxen, die sich perfekt als Sensorik Wannen eignen.

    ➡️ hier zum 3er-Set flacher FIIOEOY-Boxen mit Deckel

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    Eine solche Box kann beispielsweise für Sand, Knete oder andere altersgerechte Materialien verwendet werden.

    Der Deckel ist außerdem praktisch für die Aufbewahrung.

    Aber auch hier gilt:

    Du musst keine spezielle Sensorik-Wanne kaufen.

    Wenn du bereits eine ausreichend große, stabile Kunststoffbox zuhause hast, probiere die zuerst aus.


    9. Sensorikflaschen: beobachten und hören

    Sensorikflaschen sind eine ganz andere Kategorie.

    Hier geht es weniger ums Kneten oder Schütten, sondern stärker ums Beobachten und – je nach Ausführung – Hören.

    In meine Sammlung habe ich eine PETIT BOUM Sound Bottle aufgenommen.

    ➡️ hier findest du die PETIT BOUM Sound Bottle

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    Mir gefällt an solchen Flaschen, dass sie einen weiteren Sinn ins Spiel bringen und sich deutlich von den bisherigen Materialien unterscheiden.

    Ich würde dabei bewusst nicht versprechen, dass eine Sensorikflasche ein Kind „beruhigt“.

    Sie kann aber zum Drehen, Schütteln, Beobachten und Zuhören einladen.

    Und Sensorikflaschen gehören außerdem zu den Dingen, die sich grundsätzlich auch selbst herstellen lassen.

    ➡️ bald zeige ich euch in einem eigenen Artikel wie man Sensorik Spielzeug selbst herstellen kann.


    10. Flüssigkeitstimer – Bewegung beobachten

    Die JOYIN Flüssigkeitstimer sind ebenfalls visuell ausgerichtet.

    Im Inneren bewegen sich Flüssigkeit bzw. kleine Elemente nach unten, wenn die Behälter gedreht werden.

    ➡️ JOYIN Flüssigkeitstimer ansehen

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    Das ist für mich eher eine zusätzliche Idee als ein Produkt, das unbedingt in eine Grundausstattung gehört.

    Und genau solche Unterschiede möchte ich in dieser Liste deutlich machen:

    Interessant heißt nicht automatisch notwendig.

    Wenn dein Kind gern Bewegungen beobachtet und Dinge immer wieder umdreht, kann diese Art von Material spannend sein.

    Wenn nicht, würde ich mein Geld eher in etwas Vielseitigeres investieren.


    11. Licht und Farbe mit transparenten Bausteinen entdecken

    Diese Kategorie wollte ich unbedingt in die Sammlung aufnehmen, weil sie sensorisches Spielen noch einmal in eine ganz andere Richtung bringt.

    Die transparenten Regenbogen-Bausteine mit Holzrahmen lassen Licht durch farbige Elemente fallen.

    ➡️ hier findest du die transparenten Regenbogen-Bausteine mit Holzrahmen

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    Damit lassen sich Farben, Licht und Schatten beobachten und gleichzeitig ganz normal bauen und stapeln.

    Genau diese Kombination gefällt mir.

    Denn das Material ist nicht nur für eine bestimmte „Sensorik-Aktivität“ gedacht. Es kann genauso Teil des normalen freien Spiels werden.

    Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass Sensorik-Spielzeug überhaupt nicht wie typisches Sensorik-Spielzeug aussehen muss.


    12. Sensorisches Spielen mit Bewegung: Stapelstein

    Sensorisches Spielen findet nicht nur mit den Händen statt.

    Kinder sammeln auch über Bewegung, Gleichgewicht und ihren eigenen Körper Wahrnehmungserfahrungen.

    Deshalb habe ich bewusst auch Stapelstein Rainbow in die Sammlung aufgenommen.

    ➡️ hier gibt es die original Stapelsteine

    Das ist allerdings eine ganz andere Preiskategorie als eine Packung Knete oder eine Pipette.

    Und deshalb würde ich Stapelstein auch nicht als notwendiges Sensorik-Spielzeug darstellen.

    Es ist vielmehr eine hochwertige, größere Anschaffung, die einen zusätzlichen Bereich eröffnet: Bewegung und Balance.

    Wenn du ohnehin über Stapelsteine nachdenkst, passt das für mich gut zum Thema.

    Für eine kleine Sensorik-Grundausstattung würde ich sie aber nicht als Erstes kaufen.


    Was braucht man für sensorisches Spielen wirklich?

    Nach all diesen Produkten könnte jetzt leicht der Eindruck entstehen, dass man ein ganzes Regal Sensorikmaterial benötigt.

    Tut man nicht.

    Wenn ich neu anfangen würde, wäre meine Grundausstattung erstaunlich klein.

    Eine ausreichend große Wanne oder Box, ein paar Gefäße und geeignete Werkzeuge reichen für viele Spielideen bereits völlig aus.

    Dazu würde ich ein besonderes Material auswählen, das sich nicht einfach mit Haushaltsgegenständen ersetzen lässt.

    Zum Beispiel Kinetic Sand oder Pluffle.

    Mehr kann später immer noch dazukommen.


    Meine persönliche Sensorik-Grundausstattung

    Wenn du mich fragen würdest: Was würdest du davon zuerst anschaffen?, würde ich ungefähr so starten:

    1. Wanne oder große Box – damit verschiedene Materialien einen festen Spielbereich bekommen.
    2. Schaufel + Pipette oder Zange – lieber wenige Werkzeuge als ein riesiges Set.
    3. Ein besonderes Fühlmaterial – beispielsweise Kinetic Sand oder, mein Favorit, Pluffle.
    4. Ein Material aus einer anderen Kategorie – etwa Fühlmaterial, eine Sensorikflasche oder transparente Bausteine.
    5. Erst danach erweitern – je nachdem, womit dein Kind tatsächlich gern spielt.

    So entsteht die Sammlung nach und nach anhand der Interessen des Kindes – und nicht, weil irgendeine Checkliste behauptet, man müsse zehn verschiedene Sensorik-Spielzeuge besitzen.


    Sensorik-Spielzeug nach Alter: Was passt wann?

    Bei dieser Frage finde ich starre Tabellen schwierig.

    Ein zweijähriges Kind kann sehr unterschiedlich spielen – und vor allem sehr unterschiedlich mit kleinen Gegenständen umgehen.

    Deshalb würde ich mich immer zuerst an der Altersempfehlung des konkreten Herstellers orientieren.

    Zusätzlich kannst du beobachten:

    Nimmt dein Kind Spielmaterial noch häufig in den Mund? Kann es mit kleineren Gegenständen bereits sicher umgehen? Interessiert es sich gerade eher für Bewegung, Kneten, Schütten oder Sortieren?

    Für Babys und jüngere Kinder

    Hier stehen große, gut greifbare und für das jeweilige Alter vorgesehene Materialien im Vordergrund.

    Sensorikbälle oder geeignete strukturierte Matten können beispielsweise interessant sein.

    Für Kleinkinder

    Mit zunehmender Entwicklung werden Schütten, Umfüllen, Kneten und einfache Werkzeuge interessanter.

    Welche Materialien konkret geeignet sind, hängt aber weiterhin davon ab, ob Dinge beispielsweise noch in den Mund genommen werden.

    Für ältere Kleinkinder und Kinder

    Jetzt können komplexere Möglichkeiten dazukommen: unterschiedliche Tastoberflächen vergleichen, mit Pipetten experimentieren, Farben und Licht untersuchen oder kleine Spielwelten gestalten.

    Die Herstellerangabe des jeweiligen Produkts hat dabei immer Vorrang vor meiner allgemeinen Einordnung.


    Sensorikmaterial kaufen oder selber machen?

    Beides.

    Und genau diese Mischung finde ich eigentlich am sinnvollsten.

    Kaufen würde ich vor allem Dinge, die eine besondere Materialeigenschaft besitzen: Pluffle, Kinetic Sand, spezielle Tastmaterialien, langlebiges Zubehör, transparente Bausteine oder größere Bewegungsmaterialien.

    Selber machen bzw. aus dem Haushalt nehmen würde ich einfache Dinge: Gefäße, Wasser, geeignete Naturmaterialien oder selbstgemachte Sensorikideen.

    Dadurch muss sensorisches Spielen weder teuer noch zu einem eigenen Hobby für die Eltern werden. 😉

    In meinem nächsten Artikel zeige ich dir deshalb drei Sensorikmaterialien, die du ganz einfach selbst herstellen kannst.

    ➡️ bald gibt es dazu einen eigenen Artikel auf dem Blog


    Worauf würde ich beim Kauf von Sensorik-Spielzeug achten?

    Altersempfehlung

    Sie ist mein erster Blick auf ein Produkt. Gerade bei Materialien mit kleinen Teilen ist sie wichtig.

    Größe und Kleinteile

    Wenn dein Kind Dinge noch in den Mund nimmt, muss das bei der Materialauswahl unbedingt berücksichtigt werden.

    Verarbeitung

    Ich würde mir Produktinformationen, Herstellerangaben und vorhandene Sicherheitshinweise genau ansehen und das Material vor der ersten Verwendung selbst kontrollieren.

    Reinigung

    Wasser, Sand, Knete und kleine Kinder sind eine ziemlich zuverlässige Kombination für Chaos. 😄

    Abwaschbares Zubehör ist deshalb für mich ein echtes Plus.

    Vielseitigkeit

    Kann das Material nur eine Sache?

    Oder lässt es sich in unterschiedlichen Spielsituationen einsetzen?

    Gerade bei teureren Anschaffungen wäre mir Letzteres wichtig.

    Und die wichtigste Frage: Brauche ich das wirklich?

    Wenn eine Schüssel aus deinem Küchenschrank exakt denselben Zweck erfüllt, würde ich nicht zusätzlich eine „Montessori-Sensorik-Schüssel“ kaufen.

    Das Geld würde ich lieber für etwas ausgeben, das tatsächlich eine neue Erfahrung ermöglicht.


    Häufige Fragen zu Sensorik-Spielzeug

    Was ist Sensorik-Spielzeug?

    Damit werden Spielzeuge und Materialien bezeichnet, bei denen Sinneserfahrungen eine wichtige Rolle spielen – beispielsweise Fühlen, Sehen, Hören oder Bewegung. Viele ganz normale Spielmaterialien können ebenfalls für sensorisches Spielen genutzt werden.

    Welches Sensorik-Spielzeug eignet sich für Kleinkinder?

    Das hängt stark vom Alter und Entwicklungsstand ab. Geeignet können beispielsweise größere Fühlmaterialien, Knete, Wasseraktivitäten oder altersgerechte Schütt- und Greifmaterialien sein. Herstellerangaben und mögliche Kleinteile müssen dabei berücksichtigt werden.

    Braucht mein Kind eine Sensorik-Wanne?

    Nein. Eine normale große Schüssel oder Kunststoffbox kann völlig ausreichen. Eine spezielle bzw. dafür vorgesehene Wanne ist hauptsächlich praktisch, wenn ihr Sensorikspiele häufiger macht.

    Was kann ich in eine Sensorik-Wanne geben?

    Das hängt vom Alter des Kindes ab. Möglich sind beispielsweise Wasser, geeignete formbare Materialien oder andere altersgerechte Füllmaterialien. Dazu können Becher, Schaufeln oder Pipetten kommen.

    Ist Kinetic Sand Sensorik-Spielzeug?

    Kinetic Sand eignet sich aufgrund seiner besonderen Konsistenz gut für haptisches Spielen. Beachte dabei unbedingt die Altersempfehlung und Sicherheitshinweise des konkreten Produkts.

    Was ist der Unterschied zwischen Kinetic Sand und Pluffle?

    Beide bieten unterschiedliche haptische Erfahrungen. Kinetic Sand lässt sich besonders gut formen und bauen. Playfoam Pluffle besitzt eine ganz andere, bewegliche Konsistenz und fühlt sich entsprechend anders an.

    Muss gutes Sensorik-Spielzeug teuer sein?

    Überhaupt nicht. Viele gute sensorische Spielerfahrungen entstehen mit Wasser, Gefäßen, Knete oder anderen Dingen, die bereits zuhause vorhanden sind. Teureres Material lohnt sich für mich vor allem dann, wenn es etwas bietet, das sich mit einfachen Haushaltsgegenständen nicht nachbilden lässt.


    Fazit: Weniger Sensorik-Spielzeug – dafür das richtige

    Wenn du nach Sensorik-Spielzeug suchst, wirst du ziemlich schnell mit kompletten Sets, Spezialwannen und unzähligen „Montessori“-Produkten überschüttet.

    Ich würde es deutlich einfacher halten.

    Starte mit dem, was du bereits zuhause hast.

    Beobachte, womit dein Kind gern experimentiert.

    Und wenn du etwas kaufst, dann am besten Material, das wirklich eine neue Erfahrung ermöglicht oder eure vorhandenen Spielideen sinnvoll erweitert.

    Von meiner Auswahl finde ich Pluffle besonders spannend, weil ich es selbst kenne und diese ungewöhnliche Konsistenz wirklich mag.

    Daneben gehören für mich eine einfache Wanne, ein paar gute Werkzeuge und ein weiteres besonderes Material schon zu einer mehr als ausreichenden Ausstattung.

    Alles andere ist Bonus.

    Und genau das ist für mich der schönste Gedanke beim sensorischen Spielen:

    Nicht das Material macht das Spiel besonders, sondern das, was Kinder damit entdecken.


    Alle Sensorik-Produkte aus meiner Auswahl

    Ich habe inzwischen unterschiedliche Produkte und Materialien in meiner Amazon-Ideenliste „Sensorik und Spiele“ gesammelt.

    Dort findest du neben den ausführlicher vorgestellten Produkten auch weitere Ideen und kannst in Ruhe schauen, was überhaupt zu eurem Alltag und zum Alter deines Kindes passt.

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    ➡️ Sensorischeses Spielen mit Kindern: Ideen, Vorteile & einfache Sensorik-Spiele für Zuhause